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Diesel- oder Elektrostapler - Was ist für mich der Richtige ? Immer wieder wird diese Frage von Kaufinteressenten gestellt. Wir wollen der Frage hier einmal auf den Grund gehen und das Thema von verschiedenen Seiten beleuchten. |
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1. Dieselstapler - fast jeder hat einen... Die grosse Verbreitung von Dieselstaplern in Deutschland hat eher historische als rationale Gründe. Speditionen , Baustoffhändler und Landwirte hatten eigene Reparaturwerkstätten. Die frühen, einfachen Dieselgeräte konnte jeder Autoschlosser oder Landmaschinenmechaniker reparieren. Aus dieser Zeit haben sich "Traditionen" entwickelt, die nur langsam bröckeln - überall da, wo gerechnet wird. Übrigens: in anderen Ländern, die weniger "Autoverrückt" sind, ist der Anteil an Elektrostaplern wesentlich höher. Regel Nummer eins beim Staplerkauf lautet also: Vergessen sie, was der Nachbar hat. Wägen Sie Vor- und Nachteile sachlich ab. |
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2. Wirtschaftlichkeit - 1:0 für Elektroantriebe Nun wirds Zeit für eine Rechenaufgabe. Ein Elektrostapler, Tragkraft 2,5 t wird in einem Betrieb unter normalen Einsatzbedingungen verwendet. Wir gehen daher von einem Verbrauch aus, der dem genormte VDI-Zyklus entspricht und halten uns streng an die Herstellerangaben. Ein Hanselifter- Vierradstapler JS25 verbraucht pro Stunde 5,8kWh Energie. Um die Batterie wieder aufzuladen, benötigt man das 1,05 bis 1,2 -fache an elektrischer Arbeit, je nach Batterietyp und Ladetechnik. Wir nehmen also einmal einen mittelschlechten Wirkungsgrad von 1,15. 5,8kWh x 1,15 = 6,67kWh werden also zur Aufladung der Batterie pro Betriebsstunde benötigt. Es entstehen bei einem Strompreis von 16,5 ct/kWh also Kosten von 6,67kWh x 0,165: 1,10 /Betriebsstunde Doch unser Unternehmer lädt das Fahrzeug mit günstigem Nachtstrom für 12ct/kWh und spart dabei noch einmal: 6,67kWh x 0,12 : 0,80 Kosten pro Betriebsstunde !! Ein im Verbrauch günstiger Dieselstapler verbraucht nach Herstellerangaben und DIN-Zyklus ca 3,2l Diesel /h. Unser Unternehmer kauft günstig ein und kommt bei 1,00/liter netto auf: 3,00 l x 1,00 auf 3,20/BStd. * Fazit: der Elektrostapler spart Ihnen 2,40 pro Betriebsstunde ! Bei 1500 BStd im Jahr sind das satte 3600,00. * Die Verbrauchsangaben entstammen den neuesten Datenblättern der Hersteller. Stand April 2008. Erfahrungsgemäss liegen die tatsächlichen Verbrauchswerte, vor allem bei Dieselstaplern darüber. Alle Preisangaben sind Nettopreise zuzügl. MwSt. |
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3. Anschaffungskosten - der Diesel punktet nicht mehr Die grossen Staplerhersteller haben den Dieselstapler jahrelang vernachlässigt, wenn es darum ging überflüssige Gimmicks einzubauen. Dies holen sie jetzt mit aller Macht nach. Daher haben die Dieselstapler dieser Hersteller in punkto Anschaffungskosten inzwischen mit den E-Geräten gleichgezogen. Aber auch das Auftauchen einer neuen Generation von Vierrad - Elektrostaplern mit einem nie dagewesenen Preis-Leistungsverhältnis gleicht die Preisunterschiede in der Anschaffung aus. Eine der klassischen Dieselnischen: geringe Auslastung, fällt daher weg. |
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4. Gebrauchte Der Wert gebrauchter Dieselstapler nimmt mit dem Alter linear ab. Dies liegt daran, daß mit der Lebensdauer des Antriebs die Lebensdauer des ganzen Staplers zusammenhängt. Der Wert von Elektrostaplern nimmt zunächst schnell, dann immer langsamer ab. Der Wert eines alten Elektrostaplers wird im Wesentlichen durch den Wert (Alter) der Batterie bestimmt. Dabei ist die Lebensdauer eines Elektrostaplers, ordentliche Wartung vorausgesetzt, nur durch die Verfügbarkeit von Ersatzteilen beschränkt. (für gängige Modelle sind auch nach 30 Jahren noch Teile zu bekommen) Fazit: Jung oder alt, der Elektrostapler hat gebraucht immer den höheren Nutzwert. |
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5. Für Kraftprotze nur Diesel Wird ständig aussergewöhnliche Leistung verlangt, zum Beispiel im Gelände oder starken Steigungen in Lastrichtung ist nur der Diesel ausreichend Leistungsstark. Aber verabschieden Sie sich auch gleich von den Verbrauchsangaben des Herstellers nach DIN. Für Ihre Auswahl sollte ausschliesslich die Fahrbahnbeschaffenheit ausschlaggebend sein. Auf normalen Böden ist gerade im Schwerlastbereich (5-8Tonnen) der Elektrostapler ein Sparschwein. Lassen Sie sich von uns beraten. |
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5. Gasstapler Kurz gesagt: Hände weg. Wenn sie nicht gerade Flüssiggashändler sind, gibt es keinen Grund, sich einen Gasstapler zuzulegen. Wieder die Kostenrechnung: Ein Gasstapler verbraucht nach Herstellerangaben und DIN-Zyklus ca 3,1 kg Treibgas /h. Unser Unternehmer kauft günstig ein für 0,45/liter netto. Vorsicht Falle: Angaben Verbrauch in kg, Gaspreis in Litern 1kg Treibgas entspricht etwa 1,87 Litern. Das macht also : 3,1 kg x 1,87 x 0,45 : 2,61/BStd. Fazit : günstiger als Diesel, aber teuerer als Elektroantrieb Dazu kommt: geringere Lebensdauer der Motoren Explosions / Brandgefahr Doppelte Wartungskosten als Diesel Wer das Gas obendrein in Flaschen kaufen muss, zahlt noch einmal drauf. |
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6. Platzbedarf Wenn Sie wenig Rangierraum zur Verfügung haben gilt: Bis ca 2,5 t Traglast ist der Elektrostapler kompakter und wendiger. Dabei sind Dreiradstapler vorzuziehen. Ab ca. 2,5 t Traglast liegen Diesel- und Elektrostapler gleichauf. Je höher die Traglast, desto weniger Einfluss hat der Antrieb auf die Grösse des Gerätes. |
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